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roemergar.de - Nachrichten
Erstes Närrisches Dinner wurde ein voller Erfolg - Goldener Merkur an Robert Mürb 
Die Römer-Garde Baden-Baden e.V. hatte ins Brenner’s Park Hotel geladen und viele, viele kamen. Ungewöhnliches Bild vor der Luxusherberge, am Eingang standen zwei Streitwagen und Römer mit Schild und Speer, die die Gäste willkommen hießen. Dazu meinte Brenners Vizedirektor Thomas Kleber: „…da stehen sonst Fahrzeuge mit mehr PS!“.
Beim Sektempfang im Foyer, auch hier standen die Römer wieder Wache, wurden gleich die ersten Küsschen und Orden verteilt. Gekommen war das Prinzenpaar des Festkomitees Baden-Badener Fasnacht Brigitte I. und Klaus I. mit Begleitung, einige Präsidenten und Vorstände von befreundeten Vereinen aber auch ganz „normale“ Menschen, die einfach einen närrischen Abend in herrlichem Ambiente erleben wollten.

Dann ging es in die Orangerie, die festlich-närrisch dekoriert war. Die Tische hatten keine Nummern sonder Namen von römischen Kaisern. So war Augustus der Tisch für die Ehrengäste, dort nahmen u.a. Prof. Robert Mürb und Gattin sowie Dieter Thomas Heck und seine Frau Ragnhild Platz.
Rüdiger Nöthlichs, Präsident und Imperator des gastgebenden Vereins, der gekonnt charmant durch den Abend führte, begrüßte in einer herzlich launigen Ansprache die Gäste und zeigte sich erfreut, dass so viele interessante Menschen und Persönlichkeiten die Geburtsstunde einer neuen fastnachtlichen Idee unterstützen und somit der Versuch als gelungen gelten kann.
Nun war es Zeit für den ersten Gang, Meeresfrüchtesalat mit Limonen und Oliven.
Jetzt begann der närrische Teil mit dem Protokoller aus Mannheim. Franz Barth, der in einem geschliffenen Vortrag die Politiker aller Parteien unter die Lupe nahm und kritisch betrachtete.
Zeit für den zweiten Gang, Tomatenkraftbrühe mit Gemüseconfetti. War bislang Bestes für Gaumen und Ohren geboten worden, gab es nun einen Augenschmaus - Tanzmariechen Mandy Antes von der Stadtgarde Pforzheim, Deutsche Meisterin im Paartanz und vierfache Badische Meisterin im Solotanz wirbelte übers Parkett. Eine brillante Leistung, die die Besucher zu Beifallsstürmen hinriss. Die „da capo“-Rufe wollten nicht verstummen und so versprach Mandy nochmals an diesem Abend aufzutreten. Bütt frei für Till! Till Eulenspiegel, Reinhard Büchel aus Iffezheim, der gekonnt wieder mal allen den Spiegel vorhielt und den närrischen Finger in manche Wunde legte. Benjamin Haak der an diesem Abend Mitglied der Römer-Garde wurde, hat sich der Zauberei verschrieben und verzauberte die Gäste indem er zwischendurch von Tisch zu Tisch ging und seine Kunststücke vorführte.
Jetzt war die Brigade des Brenners wieder im Einsatz, der Hauptgang wurde serviert. Poulardenbrust mit Mozzarella und Basilikum gefüllt, Marsalasauce, buntes Gemüse und Römische Nocken. Während noch serviert wurde kam sie, die Consulin und Oberbürgermeisterin Dr. Sigrun Lang mit ihrem Gatten Antoine, die es sich nicht nehmen lassen wollte, trotz vieler Termin an diesem Tag, bei „ihrer“ Römer-Garde zu sein.
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Rüdiger Nöthlichs kündigte nun einen Clown an, der an diesem Abend seinen siebzigsten Geburtstag feierte. War das bisherige Programm schon vom Feinsten, gab es jetzt den absoluten Höhepunkt. Rudi Zanger aus Muggensturm, ein Urgestein der Fastnacht zeigt die Nöte, wenn man siebzig wird und stellte dabei immer wieder fest „Wunder gibt es immer wieder“. Viel, viel Applaus für diesen gekonnten Vortrag, am Ende standen die Besucher von ihren Plätzen auf und huldigten Rudi Zanger mit stehenden Ovationen und Bravorufen. Etwas, das die ehrwürdige Orangerie sicher noch nicht oft erlebt hatte.
Zeit für Ehrungen. Neue Consule wurden ernannt - dies hieß Urkunde, Abzeichen und die rot-goldene Mütze des Vereins mit silbernem Lorbeerkranz und Brillianten. Diese gingen an Gaby Brüx, die letztjährige Prinzessin Gaby II., Franz Barth, Senatspräsident der Aulaner Mannheim, den Vorstandsvorsitzenden der Stadtsparkasse Baden-Baden Eduard J. Freudl, der sich in gereimter Form bedankte und den bekannten TV-Moderator Dieter Thomas Heck, der „seinem Freund Rüdiger“ das Mikrofon wegnahm und zur Erheiterung der Gäste von seinen Rundfunkanfängen in Baden-Baden erzählte. Die Geehrten durften nun „endlich richtig angezogen“ wie der Imperator meinte, wieder ihre Plätze einnehmen und sich mit allen Besuchern auf das Tiramisu mit Drambuje freuen.
Mandy Antes, das Tanzmariechen löste ihr Versprechen ein und zeigte nochmals Bein und Akrobatik, die Gäste waren begeistert und tosender Applaus war der Dank für diesen Tanz. Nun betrat Patrick Meinhardt, FDP Stadt und Kreisrat in Vertretung der letztjährigen Preisträgerin Bw.-Justizministerin Corinna Werwigk-Hertneck die Bühne um die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger den Vorsitzenden der Landesvereinigung Baden in Europa e.V. Prof. Robert Mürb zu halten.
Prof. Mürb bedankte sich mit einer launischen, lateinischen Rede und bewies damit, dass er Humor hat und somit ein würdiger Preisträger für diese hohe, närrische Auszeichnung ist. Ihm zu Ehren sang der ganze Saal das Badener Lied.
Damit ging ein närrischer Abend zu Ende, der sicher auch künftig eine Bereicherung im närrischen Angebot der Kurstadt sein dürfte.
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