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Der römische Kalender » Geschichte
Monate | Tage
Zu den Anfängen des Römischen Reiches teilte man das Jahr in 10 Monate (beginnend mit Martius, damit
wird auch der Quintilius als fünfter, bzw. der September als siebenter Monat verständlich). Dieses 10-Monats-Jahr
wurde in der Folge vom vorcaesarianische Kalender abgelöst, der beruht schon auf einem Mondjahr von 12 Monaten
und 355 Tagen. Trotzdem noch sehr ungenau. Der Jahresanfang lag auch hier auf dem Monat Martius (September immer
noch Monat No.7).

Alter caesarianischer Kalender aus der Zeit um 84-59 vor Christus.
Seit dem Jahr 153 v.Chr. begann das Jahr dann schließlich mit dem 1.Januar. Die
Verbindung mit dem Mondjahr wurde beibehalten, d.h. dass häufig zu Einsetzen der Mondphasen (Nonae, Idus, Kalendae)
einige Tage zurückgerechnet werden mussten, da nicht alle Monate mindestens 28 Tage hatten.
Zudem wurde alle 2 Jahre abwechselnd ein Monat von 22 oder 23 Tagen (mensis intercalaris) am 23. Februar nach dem
Fest der Terminalia eingeschaltet und der Rest des Februarius an den Schaltmonat angehängt, um das Mondjahr mit
dem Sonnenjahr in Übereinstimmung zu bringen und die jahreszeitlich gebundenen Festtermine einzuhalten. Dadurch
wurde der unmittelbare Zusammenhang mit dem Mondmonat aufgegeben, ohne den unmittelbaren Zweck der Schaltung
(ständige Übereinstimmung mit dem Sonnenjahr) zu erreichen.
Jetzt kommt's: Die julianische Kalenderreform von Kaiser Julius Caesar war umfanggemäßigt, beseitigte jedoch das
grundsätzliche Problem weitestgehend: Neben der Korrektur auf den seit Jahrhunderten bekannten theoretischen Wert
von 365 1/4 Tagen bestand die Reform im Kern in der Reduzierung der Schaltperiode auf einen einzigen Tag, nicht mehr
durch Einschub mehrerer Tage, bzw. ganzer Monate. Damit gab es keine Möglichkeit mehr zur politischen Manipulation
durch Schaltung ganzer Monate; der zusätzliche Schaltmonat hatte den amtierenden Beamten und Steuerpächtern jeweils
eine erkleckliche Amtsverlängerung beschert!
Dieser Ausgleich zeigt, daß man davon ausging, daß bestimmte Daten eine "richtige" Lage an den jahreszeitlichen
Wendepunkten hatten, dass etwa der 1. Januar in einem bestimmten Abstand zur Wintersonnenwende, der 25. März zum
Frühlingspunkt zu liegen hatte, usw.
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